Umweltausstellung WassErleben auf dem Drei-Brüder-Schacht
 

Drei-Brüder-Schacht

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Heute macht der Drei-Brüder-Schacht als Standort des Revierelektrizitätswerkes Freiberg von sich reden. Unter der großen Halde unweit der B 101, kurz hinter dem Gasthof Letzter 3er drehten sich von 1914 bis 1972 Turbinen und Generatoren in über 270 Metern Tiefe.
Der Förderverein Drei-Brüder-Schacht e. V. bemüht sich seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts um die Reaktivierung dieses einmaligen Technik-Denkmals.

 

Der Freiberger Bergbau begann vermutlich um das Jahr 1168 nach einem Silberfund nahe dem damaligen Christiansdorf. Der Bergbau konzentrierte sich zunächst auf die Haupterzgänge zwischen den Dörfern Tuttendorf und Berthelsdorf (einschließlich Zug).
Namensgebend für den späteren Ort Zug war der Hohe Birke Gangzug. 1511 erstmals urkundlich erwähnt war dieser mehr als 4km lange Gangzug von der Ausbeute her der damals bedeutendste und ergiebigste Gang.
Im Jahre 1684 wurde die Kurfürstliche Stolln- und Röschen-administration gegründet. Da der natürliche Zulauf aus den örtlich vorhandenen Gewässern nicht reichte, wurde ein weit verzweigtes System von Wasserläufen (Kunstgräben und Röschen), Teichen und Stolln angelegt. 1882 wurde das System der Revierwasserlaufsanstalt (RWA) fertiggestellt.

Bergbau im Freiberger Revier

 

Silber

Nach Einstellung des Bergbaus entstand der Gedanke der Nutzung des vorhandenen Wasserpotentials zur Erzeugung von elektrischer Energie. So entstand das Kavernenkraftwerk in einer Tiefe von 272 Metern im Drei-Brüder-Schacht, daß am 24.12.1914 in Betrieb genommen wurde. Diese 4 Maschinen-sätze und die 2 des Oberwerkes im Constantin-Schacht (124 Meter tief, Fertigstellung 1922) des Revierelektrizitätswerkes (REW) erzeugten eine mittlere Jahresleistung von rund 11 Millionen kWh.
Zum Antreiben der Turbinen wurde das Wasser aus dem untertägigen Aufschlagwasserspeicher verwendet. Diese virtuelle Staumauer hat ein Fassungsvermögen von rund 1,5 Millionen Kubikmetern. Das Wasser wurde über den Rothschönberger Stolln wieder abgeführt und gelangte nach ca. 23 km in die Triebisch.
1972 wurde das Kavernenkraftwerk im Drei-Brüder-Schacht endgültig stillgelegt. In das Schichtbuch wurde als letztes eingetragen: "Sense"

Revierelektrizitätswerk

 

Schaltwarte

 

Rothschönberger Stolln

Nachdem 1981/82 der Versuch einer Wiederinbetriebnahme scheiterte, schlossen sich 1990 Enthusiasten zusammen, um die Wiederbelebung der Anlage anzustreben.
1992 wurde der
Förderverein Drei-Brüder-Schacht e. V. gegründet. Es entwickelte sich eine vielfältige und reichhaltige Vereinstätigkeit.
Ein Meilenstein im Vereinsleben und nach monatelangen Arbeitseinsätzen war die feierliche Eröffnung des Informations-zentrums und der Umweltausstellung "WassErleben", das durch unsere
Partner gefördert wurde.
Kux des Fördervereins

Förderverein Drei-Brüder-Schacht e. V.

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Daten zum Drei-Brüder-Schacht finden Sie in der Chronik zum Schacht.

Chronik Drei-Brüder-Schacht

Mehr zum Bergbau in Zug und seiner Umgebung sowie zu der Zeit, als der Drei-Brüder-Schacht ökologisch unbedenkliche Elektroenergie lieferte, sowie zu unserem Vereinsleben finden Sie auf den folgenden Seiten.

 

 

Den "Drei-Brüder-Schacht" finden Sie natürlich auch bei Wikipedia, wo Sie weitere Informationen rund um die Themen Bergbau und Kavernenkraftwerk nachlesen können.
Eine kleine Geschichte Sachsens finden Sie auf den Seiten des
WebSitePortals.
 

 

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